Natur- und Umweltschutz-Team

Als Natur- und Umweltschutz-Team organisieren wir Veranstaltungen rund um die Themen Natur-, Umwelt- und Artenschutz. Dazu werden wir aber auch selbst aktiv und packen mit an, wie zum Beispiel bei Clean-Up Aktionen oder beim Berufskrautzupfen. Wichtig dabei ist uns auch immer eine Kooperation mit weiteren Personen oder Vereinen, die sich aktiv mit der Thematik beschäftigen.

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Aktuelles

Spontane Hilfe bei der Landschaftspflege in Unterhadermark

Da das Wetter gerade trocken war, wurden die steilen Wiesenhänge in Unterhadermark gemäht. Damit die rund 1,5 ha Wiesen so schön blüten- und insektenreich bleiben, ist es notwendig das Mähgut aus der Fläche zu entfernen. Ansonsten würden die Wiesen gemulcht und damit gedüngt. Ein guter Teil der Fläche war bereits bearbeitet worden. Dennoch blieb für Jutta und mich genug Arbeit übrig. Mit einem Rechen ausgestattet ging es los. Das  Gras wurde zusammengerecht und auf einen Hänger aufgeladen. In einer Kompostieranlage wird es dann verwertet. Wir bekamen eine Ahnung davon, wie mühsam es früher für die Landwirte war, ihre steilen Wiesen zu bewirtschaften. Die körperliche Arbeit in den morgendlichen, aber noch kühlen Stunden war ungewohnt, hat uns und auch den Kindern viel Spaß gemacht. Belohnt wurden wir nicht nur mit einem fantastischen Blick auf das Salzachtal, sondern auch von den Grundeigentümern mit einer großzügigen, schmackhaften Brotzeit. Wenn es klappt, wollen wir auch im kommenden Jahr wieder dabei sein. Da solche Mäharbeiten sehr witterungsabhängig sind, kann ein Einsatz immer nur kurzfristig bekanntgegeben werden. Interessierte, die im kommenden Jahr bei Landschaftspflegeeinsätzen mitmachen wollen, sollten daher entweder in den Sommermonaten die Website des DAV im Auge behalten. Gern auch eine e-mail an mich, dann kann ich kurzfristig informieren.  Dorothea Friemel, Naturschutzreferentin

Fledermäuse gesucht!

Auf Hütten und Almen - Fledermäuse gesucht! Das Landesamt für Umweltschutz will zusammen mit dem DAV mehr über die Verbreitung von Fledermäusen in den Bayerischen Alpen erfahren. Als aktive Berggeher könnt ihr dieses Projekt unterstützen. Wenn ihr jetzt im Sommer unterwegs seid und an Hütten, Almen oder Stadln vorbei kommt, schaut doch einmal, ob ihr Spuren wie z. B. Kotpellets von Fledermäusen findet. Mit genetischen Analysen können die Arten genau bestimmt werden. Wie ihr genau vorgehen könnt und was zu beachten ist, erfahrt ihr beim Landesamt für Umweltschutz oder auf folgendem Merkblatt. Für Fragen steht Euch Dorothea Friemel jederzeit zur Verfügung.

Lehrreiche Wanderung über die Brennen an der Alz bei Garching

Das Wetter hätte nicht schöner sein können. Die Sonnen schien und der Auwald bot ausreichend Schattenplätze. Sabine Finster, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes Altötting e.V. (LPV) führte uns in knapp 2 Stunden kundig über 4 vom Landschaftspflegeverband wieder hergestellte sogenannte Brennen. Brennen sind flussbegleitende trockene und nährstoffarme ehemalige Kiesinseln, auf die, der Name  suggeriert es schon, die Sonne herunter „brennt“. Pflanzen- und Tiere müssen mit diesem Extremstandort zurechtkommen. Und wie sie das tun. Uns empfing ein wahres Blütenmeer, auf dem sich zudem zahlreiche Heuschrecken und Schmetterlinge tummelten. Sabine Finster erklärte uns, wie der LPV vorgeht. Die Brennen wurden früher beweidet und wurden so offengehalten. Durch das Einstellen der Beweidung sind sie verbuscht. Ist der Grundeigentümer einverstanden, stellt der LPV mit Hilfe von Landwirten diese Bereiche wieder frei. Nur einzelne Wacholder oder Kiefern bleiben stehen. Die freigestellten Flächen werden dann mit Brennen-Saatgut, das der LPV von bereits wieder hergestellten Brennen mit einem sogenannten E-Beetle "erntet", angesalbt. Um die Flächen weiterhin freizuhalten, ist eine jährlich Mahd notwendig. Die Entwicklungsschritte von einer frisch entbuschten Brenne, die noch sehr karg und fast unansehnlich aussieht, bis hin zu einer seit über 25 Jahren gepflegten Fläche direkt am Fluss konnten wir vor Ort eindrücklich „nachgehen“. Höhepunkt war eine Brenne mit (fast) allen für diesen Lebensraum typischen Pflanzen. Hier standen Pyramidenorchis, Fuchsknabenkraut und Mückenhändelwurz neben der parasitisch lebenden Gelben Sommerwurz; gelbe Ochsenaugen und lila Natternkopf ergänzten sich farblich prächtig und dazwischen flirrte das zarte Zittergras. Ein weiterer Höhepunkt war dann noch die Entdeckung von Türkenbund Lilien. Leider hält auch hier das invasive Berufkraut Einzug. Als kleiner Beitrag zur Bekämpfung rupften wir einige aus. Aber eine größere Aktion wäre notwendig, um dieser sich schnell ausbreitenden Pflanze Einhalt zu gebieten. Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit, dass Interessierte des DAV den LPV in seinen Bemühungen unterstützt. Voller neuer Eindrücke und Wissen über einen besonderen Lebensraum im Landkreis Altötting endete diese Exkursion. Wir fuhren heim und freuten uns auch darüber, dass Deutschland sein zweites EM Gruppenspiel gewonnen hatte.

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