
Rund um den Großglockner: Grundkurs Eis- und Hochtouren
Abkühlung in der Eisspalte gefällig? Im fünftägigen Grundkurs „Eis und Hochtouren“ lernten wir alle Basics, die man am Gletscher braucht: Gehen mit Steigeisen, Seiltechnik, Spaltenbergung und den Umgang mit Pickel und Eisschrauben. Zudem standen zwei Übungstouren in der beeindruckenden Gletscherwelt der Hohen Tauern auf dem Programm.
Kurve um Kurve schlängelt sich der Vereinsbus die Großglockner Hochalpenstraße hinauf. Mit jedem Ausblick auf die Gipfel steigt die Vorfreude auf die Abenteuer, die uns in den nächsten Tagen in Eis und Schnee erwarten. Von der Kaiser-Franz-Josefs-Höhe, unserem Startpunkt, gehen wir durch die Tunnelsysteme der ehemaligen Hofmannshütte über den gut ausgebauten Gamsgrubenweg bergauf über einen Wasserfall und Gletscherschliffplatten.
Am Rande der Pasterze heißt es dann: Steigeisen anschnallen – erster Probegang übers Eis. In unseren ersten Seilschaften zeigt sich: Die Fitnesslevel in unserer bunten Truppe passen zusammen, wir kommen gut voran. Bald haben wir die etwa 5,5 km und 700 zur Oberwalder Hütte (2.973 m) geschafft. Nach einem Linsen-Dal zum Abendessen, einer Runde Materialkunde und dem ein oder anderen Gösser Bier sind wir müde genug, um im 12er-Schlaflager ein Auge zuzudrücken
Auf einen Schwatz mit den Oberwalder Hüttenwirten Janelyn und Bernd Fürhapter
Wusstet ihr, dass…
…die Hüttenwirte jeden Tag ca. 25 Vollkornbrote selbst backen?
…ein Hubschrauber alle 10 Tage Lebensmittel bringt?
…jedes Jahr 5-6 Tausend Gäste die Hütte besuchen (geöffnet von Juni bis Mitte September)?
…der Hüttenwirt nach eigener Einschätzung in der Nacht nur 4 bis 5 Stunden schläft?
Spaltenrettung im Team
Am Samstag üben wir zunächst Knoten: Sackstich, Prusik, Achter, Schmetterling. Tourleiterin Tina Blümlhuber zeigt uns, wie man Seilschaften aufbaut und welche Abstände und wie viele Bremsknoten bei Dreier- bis Sechserseilschaften angeraten sind. Als dann der zweite Hochtourleiter Klaus Schmidt gegen Mittag auf der Hütte ankommt, geht es los in die Pasterze.
Zunächst über den schroffen Rücken des Großen Burgstalls, wo der Zwerg-Enzian die Blüten zur Sonne reckt, dann über den Firn in die Gletscherwelt. Highlight des Tages: Spaltenrettung üben. Trauen sich alle, in die bis zu 15 m tiefe Gletscherpalte zu springen? Ja, geht – weil man sich nach guter Anleitung durch Tina und Klaus auf seine Seilschaft verlassen konnte.
Neben dieser Rettung in Dreierseilschaft üben wir auch noch den Mannschaftszug.
In der Seilschaft zum Johannisberg
Eine Tour zum Johannisberg (3.453 m) – das ist unser Programm für Sonntag. Der Gipfel thront nach wie vor als weiß blendender Firndom über den Gletscherfeldern der Pasterze. Wir perfektionieren unsere Seilschaften und schaffen es immer besser, gleichmäßig zu gehen. Hauptgefahr ist der Einbruch in eine unsichtbare Spalte unterm Firn, deshalb soll das Seil zwischen den Personen immer…

STADTRADELN 2026 – Sei auch DU dabei!
Jetzt mitradeln beim STADTRADELN-Wettbewerb 2026!
Tritt vom 3. bis 23. Juli mit deinem Team "Alpenverein Burghausen" für unsere Kommune Burghausen in die Pedale. Wir fördern damit gemeinsam den Radverkehr, Klimaschutz und unsere Lebensqualität. Jeder Kilometer zählt - egal ob auf dem Weg zur Arbeit, in der Freizeit oder bei der nächsten Radl Tour.
In nur drei einfachen Schritten bist auch DU beim STADTRADELN dabei!
Unter www.stadtradeln.de registrieren und losradeln!
Radel mit deinem Team und fordert euch gegenseitig heraus - wer von euch sammelt die meisten Kilometer und wird Teamchampion? Gemeinsam könnt ihr euch mit anderen Teams messen und so Kilometer für eure Kommune sammeln. Erfahre mehr über die Stadtradeln Website.
Jeder Kilometer zählt! Mach mit und setze gemeinsam mit uns ein Zeichen für nachhaltige Mobilität und Klimaschutz!

Bergbus 2026
2026 organisiert der DAV Burghausen wieder eine Bergbus-Fahrt. Ziel ist die Gegend um Filzmoos südlich des Gosaukamms im Dachsteingebirge. Es werden wie gewohnt 5 Touren angeboten mit unterschiedlichen Anforderungen - von der Wanderung bis zur anspruchsvollen Bergtour, die jeweils von einem Fachübungsleiter der Sektion geführt wird.
• Termin: Samstag 3.10.2026 (Nationalfeiertag)
• Abfahrt ist um 6°° am Messegelände Burghausen
• die Fahrt erfolgt mit einem Reisebus
• nach der Tour treffen sich alle Teilnehmer zur Einkehr auf der Oberhofalm
• maximal 10 Teilnehmer pro Tour
• Teilnahmegebühr: 20€
• bei Schlechtwetter wird die Fahrt ersatzlos gestrichen
• Anmeldeschluss: Dienstag, 29.9.2026
Folgende Touren werden angeboten und können ab jetzt gebucht werden:
1. Roßbrand: einfache Bergtour; ca. 13km, 725Hm, 5h, T2
2. Linzer-Steig-West: leichte Bergtour (mögliche Erweiterung), 8(10)km, 500(800)Hm, 4(5)h, T3
3. Hofpürglhütte: einfache Bergtour, 7km, 580Hm, 4h, T2
4. Überschreitung Rötelstein/Rettenstein: anspruchsvolle Bergtour, 12km, 1190Hm, 6h, T3
5. Sulzenschneid und Sulzenhals (= Linzer-Steig-Ost): leichte Bergtour, 12km, 750Hm, 5h, T3

Wegsanierung rund um die Gleiwitzer Hütte
Die Gleiwitzer Hütte liegt in den Hohen Tauern, im nordöstlichen Bereich von Wiesbachhorn und Hohem Tenn, und befindet sich im Besitz der DAV Sektion Tittmoning. Um das weitläufige Wegenetz rund um die Hütte instand zu halten, erhält die Sektion zu Saisonbeginn Unterstützung von anderen DAV Sektionen. Dabei werden die Wege kontrolliert und Schäden, die vor allem durch den Winter oder starke Niederschläge entstanden sind, ausgebessert oder freigeschnitten.
Vom 26. bis 28. Juni waren sechs Mitglieder der Sektion Burghausen auf der Gleiwitzer Hütte im Einsatz. Es war das bisher heißeste Wochenende des Jahres, mit Temperaturen von bis zu 40 °C im Tal – entsprechend schweißtreibend gestalteten sich die Arbeiten, auch wenn die Höhenlage zwischen 1800 und 2300 m sowie eine gelegentliche leichte Brise etwas Erleichterung boten. In zwei Dreiergruppen wurden der Steig von Kaprun zur Gleiwitzer Hütte über die Brandlscharte (2371 m) ausgemäht sowie die Wassergräben zur Ableitung von Regenwasser nachgezogen oder erneuert.
Nach getaner Arbeit versorgte uns die neue Hüttenwirtin Silke mit reichlich Essen und Getränken. Trotz der fordernden Bedingungen waren alle zufrieden und guter Dinge – und versprachen, auch Ende Juni 2027 wieder mit anzupacken.
Denn ehrenamtliche Arbeit für die Bergsteiger Gemeinschaft, gemeinsam mit geselligen Gleichgesinnten in einer großartigen Umgebung, macht Freude und stiftet tiefe Zufriedenheit. Dennoch würden wir uns über weitere Mithelfer freuen – denn viele Hände erleichtern die Arbeit erheblich.

Halsalm
An einem sehr sonnigen Sommersonntag machten wir uns gemeinsam mit drei tollen Familien auf den Weg zur traditionell bewirtschafteten Halsalm. Unser Weg führte zunächst am wunderschönen Hintersee vorbei, danach begann der Aufstieg in die Berge.
Unter den schattigen Baumkronen konnten wir uns immer wieder vor der Sonne schützen, doch der Anstieg war durchaus anspruchsvoll. Mit mehreren Pausen zum Ausruhen und Energietanken schafften wir es schließlich, gegen Mittag die Halsalm zu erreichen. Dort konnten wir uns stärken, entspannen und die schöne Aussicht genießen.
Nach einer guten Pause machten wir uns wieder auf den Weg ins Tal. Leider sahen wir weder einen Steinadler noch einen Bartgeier, die im Klausbachtal nisten. Dafür besuchten wir das Informationszentrum des Nationalparks. Dort konnten wir ausgestopfte Tiere und Vögel aus der Region anschauen.
Müde, aber glücklich über den schönen Tag in der Natur, fuhren wir am Ende wieder nach Hause.

Alpenwanderer erkunden die Wildschönau
Tag 1: Wie gewohnt ging es an einem Dienstag um 6:30 h vom Bahnhof in Burghausen los Richtung Hopfgarten im Brixental. Nur dieses mal mit Gepäck für drei Tage. Nach knapp 2 Stunden erreichten wir den Parkplatz in Oberau, wo uns Ludwig und Edeltraud Pichlmeier begrüßten. In ihrer „2. Heimat“ hatten sie drei Touren geplant.
Die erste Tour, die Überschreitung nach Kelchsau, begann gleich am Parkplatz, führte im schattigen Wald aber auf recht steilen Pfad bergan. Die schon recht hohen Temperaturen ließen uns schwitzen. Aber der Roßkopf (1.731 m) empfing uns mit einer kühlen Gipfelbriese. Von hier war das vom winterlichen Skibetrieb geprägte Umfeld gut zu betrachten und der Blick ging weit über die Hohe Salve und Kaisergebirge hinaus. Vorbei am Halsgatterl (legendär, wie die Wildschönauer die Pest überlebten) und das Markbachjoch ging es steil herunter zu unserer Unterkunft „Mamoosenhof“ in Kelchsau. Unsere Fahrer Ludwig, Heinz und Angelika boten erstklassigen Service und holten nach einem erfrischenden Getränk auf der Terrasse die Autos und unser Gepäck.
Tag 2: Die Wetteraussichten „versprachen“ einen heißen Tag, daher starteten wir früh. Ziel war der „Torhelm“ (2.494 m) im Langen Grund. Zunächst Schotterstrasse aber dann kleine Pfade führten hinauf zur Öfeleralm. Auf knapp 2.000 m waren die Temperaturen angenehm und wir waren „berauscht“ vom Almenrausch, der in voller Blüte stand und die Hänge rot färbte. Das letzte Stück war von leichten Blockgelände und von einem kleinen Schneefeld geprägt. Der Gipfel belohnte uns mit einer kühlenden, dunklen Wolke und einer fantastischen Aussicht auf die schneebedeckten Zillertaler Alpen. Auf dem Rückweg gab es noch Gelegenheit ein wenig zu botanisieren und zu erfahren, wie kalt ein Bergsee auf rund 2.000 m ist. Nach dem Abendessen im Hotel war musikalische Unterhaltung geboten. Anfänglich skeptisch, überzeugten uns die Musiker mit ihrem Können und es wurde sogar getanzt.
Tag 3: unser Ziel war der Kurze Grund und die Neue Bamberger Hütte. Anfangs schattig im Wald an der Kurzen Grund Ache mit kleinen Wasserfällen entlang, erreichten wir nach knapp 2 h die Bamberger Hütte. Eine Gruppe ging weiter Richtung Schafsiedel (2.447 m), die andere nutzte die Zeit für eine Wellness-Muße-Stunde am wunderschön gelegenen Wildalmsee. Die Strecke zum Schafsiedel zog sich doch länger hin als gedacht, so dass wir beschlossen vorzeitig umzudrehen, um auch noch Zeit für ein kühlendes Bad im Wildalmsee zu haben. Es war purer Luxus mit klarem, erfrischendem Wasser und einem einmaligen Blick von der Wasseroberfläche auf die Zillertaler Alpen. Bei der Einkehr in der Neuen Bamberger Hütte genossen wir den guten Kuchen und den gut gelaunten Hüttenwirt, der uns die Tiroler Schöpfungsgeschichte näherbrachte.
Problemlos kamen wir gut gelaunt und mit vielen schönen Eindrücken aus der Wildschönau im Kopf am frühen Abend wieder in Burghausen an.
Herzlichen Dank an Ludwig für die…


