Fledermäuse gesucht!

Auf Hütten und Almen - Fledermäuse gesucht! Das Landesamt für Umweltschutz will zusammen mit dem DAV mehr über die Verbreitung von Fledermäusen in den Bayerischen Alpen erfahren. Als aktive Berggeher könnt ihr dieses Projekt unterstützen. Wenn ihr jetzt im Sommer unterwegs seid und an Hütten, Almen oder Stadln vorbei kommt, schaut doch einmal, ob ihr Spuren wie z. B. Kotpellets von Fledermäusen findet. Mit genetischen Analysen können die Arten genau bestimmt werden. Wie ihr genau vorgehen könnt und was zu beachten ist, erfahrt ihr beim Landesamt für Umweltschutz oder auf folgendem Merkblatt. Für Fragen steht Euch Dorothea Friemel jederzeit zur Verfügung.

Die Stubaier „Wilden“ Hochtour in den Stubaier Alpen mit Besteigung des Wilden Freiger (3418 m) und Wilden Pfaff (3456 m)

19.07.2024, 13:00 Uhr: Eva und Tina warten schon in Ranalt auf die Gruppe, bevor sich alle auf den Weg durch das lange Tal, vorbei an der Bsuchalm über den Farnweg zur Nürnberger Hütte (2278 m) begeben. Mit von der Partie sind Katharina, Josef, Stefan, Sebi, Woife, Feli, Andi und die Gewitterwolke, die in der Ferne grummelt. Davon lassen sich die vier Steinbock-„Teenager“, denen wir auf dem Weg begegnen, aber nicht weiter stören. Glücklicherweise erreichen wir die Nürnberger Hütte vor dem einsetzenden Regen und können uns genüsslich dem ersten Stück Kuchen hingeben. Nach einer kalten Dusche geht es abends mit einem ausgiebigen Buffet weiter. Schwammerl-Suppe, Gulasch und Polenta sowie leckere nepalesische Momos stehen auf dem Speiseplan. 20.07.2024, 08:00 Uhr: Von der Nürnberger Hütte brechen wir in aller Ruhe auf, um den Wilden Freiger zu besteigen. Der erste der beiden „wilden“ Gipfel, der eigentlich gar nicht so wild ist, wie der Name zunächst suggeriert. Der dramatische Gletscherrückgang, der bei der Aussicht ersichtlich wird, führt ohne nennenswerten Schneekontakt über einen teils versicherten breiten Grat auf den Gipfel.  Auf ca. 3300 m erreichen wir unschwierig den Signalgipfel (Grenze Tirol/Südtirol). Die Route geht weiter über eine Gratüberschreitung zum Gipfelkreuz auf 3418 m. Unser Plan, im Anschluss einen Abstecher zum alternativen Aufstiegsweg, dem Roten Grat, einzulegen, wird leider von der fehlenden Sicht zunichte gemacht. Also steigen wir direkt entlang des ausgeprägten Felsgrates hinunter und kurz über Blockgelände wieder hinauf zum höchstgelegenen Schutzhaus in Südtirol – dem Becherhaus auf 3195 m. Eine wunderschöne, frischrenovierte Aussichtshütte mit einem Wirt von der seltenen Sorte. Am Abend gab es ein Déjà-Vu: Schwammerl-Suppe, Gulasch und Polenta. 21.07.2024, 06:30 Uhr: Der Weg über den Mühltalferner führt vom Becherhaus vorbei an der Müllerhütte. Auf dem Firnrücken steigen wir möglichst weit auf, bevor wir auf die Felsen gelangen. Der Grat ist gut markiert und macht mit 2er Kletterstellen im Blockgelände richtig Spaß. Aufpassen ist dennoch angesagt, denn ein paar Stellen sind durchaus etwas luftiger. Im oberen Bereich treffen wir auf eine rund 30 m lange Platte, die durch ein Drahtseil entschärft ist. Ein paar Schritte noch und wir stehen am Gipfel des Wilden Pfaff (3.456 m). Auf unserem zweiten „Wilden“ hat man einen tollen Blick auf das prominente Zuckerhütl im Vordergrund und von West nach Ost über die Wildspitze bis hin zur Brenta, Rosengarten, ins Grödnertal und den Drei Zinnen.   Wir steigen in den Pfaffensattel ab, seilen uns nochmal kurz an, lassen den zu sehr bröckelnden Zuckerhütl Gipfelanstieg links liegen, bevor wir über Restschneefelder am Hang und die Skipiste zur Dresdner Hütte absteigen. Nach einer ordentlichen Bergsteiger-Mahlzeit fahren wir gemütlich mit der Bahn zurück ins Tal und freuen uns schon auf mehr solch „wilder“ Touren! Bericht:…

Alpenwanderer-Tour zur Bleckwand

Trotz unbeständiger Wettervorhersage startete unser vollbesetztes AV-Mobil am Dienstag Richtung Wolfgangsee.  Ludwig brachte uns gleich gut in die Spur und auf den langen aber abwechslungsreichen Weg zum Gipfel. Nach einiger Zeit verkroch sich die Sonne hinter den Wolken, so war der Anstieg über die Almen angenehm. Tolle Fotos gabs am Bleckwandfenster! Das nahe Gipfelkreuz lockt auch schon mit herrlichen Blicken auf den See und umliegenden Berge.  Abgestiegen sind wir über den steilen Westhang. Durch schöne Almwiesen gings dann zur Einkehr in die Illig-Hütte. Von der Sonne begleitet ging es zurück zum Parkplatz.  Eine rundum gelungene Tour mit tollen Eindrücken. Danke Ludwig! Text: Harald Wagner Fotos: Roselitta Federholzner und Harald Wagner

Bezirkscamp

Das Bezirkscamp des Bezirks östliches Oberbayern und Niederbayern am Peracher Badesee war ein unvergessliches Erlebnis für die DAV Sektion Burghausen, die mit 16 Kindern und 2 Jugendleitern an dem Event teilnahm. Insgesamt waren rund 70 Kinder aus 7 verschiedenen Sektionen vertreten, was eine tolle Gemeinschaftsstimmung schuf. Das Camp erstreckte sich über das Wochenende vom 28.6 bis zum 30.6.2024 und bot ein vielfältiges Programm für alle Teilnehmer.Nach der Ankunft am Freitagnachmittag bezogen die Teilnehmer zunächst das Großgruppenzelt und nutzten die Gelegenheit, um sich im erfrischenden See abzukühlen. Nach einer herzlichen Begrüßung und dem ersten Abendessen wurde das Dinospiel eingeführt, bei dem Spannung und Spaß garantiert waren. Der Abend klang gemütlich mit einer Runde Werwolf und einem Lagerfeuer aus, der ein oder andere sprang auch nochmal in den See.Am nächsten Morgen starteten alle nach einem leckeren Frühstück voller Energie in den Tag. Es standen spannende Spiele wie Stratego auf dem Programm, bei denen Teamgeist und Taktik gefragt waren. Bei heißen Temperaturen über 35 Grad war eine erfrischende Abkühlung im See eine willkommene Pause, gefolgt von einem köstlichen Mittagessen mit Nudeln und Salat.Nach einer kreativen Bastel- und Malaktion, bei der Spielzeug für Hunde der Tierheime Rosenheim und Waldkraiburg gebastelt wurden, sowie eine Seite des Bezirksbuches gestaltet wurde, wurde wieder Zeit im Wasser verbracht, bevor es zum Abendessen mit leckeren Käsespätzle ging. Der letzte Abend wurde dann erneut am Lagerfeuer oder beim Spielen, oder baden verbracht. Beim Aufstehen am letzten morgen waren dann manche Augen schnell offen, denn so einige Kids waren nicht mehr im Zelt. Doch wo waren diese? Die Antwort auf diese Frage war schnell gefunden: Sie haben die Nacht am Lagerfeuer geschlafen.So wurde dann am letzten Tag das Dinospiel aufgelöst (die Menschen haben gewonnen), das Lager geräumt und nochmals Zeit am See verbracht, wo Spiele gespielt und auf der Slackline balanciert wurde. Das Wochenende war ein voller Erfolg, bei dem neue Freundschaften geschlossen wurden und unvergessliche Erinnerungen entstanden sind. Die DAV Sektion Burghausen freut sich bereits auf zukünftige gemeinsame Abenteuer beim Bezirkscamp.Bilder und Bericht von Julia und Amelie

Kletterwochenende auf der Hofpürglhütte

Am Freitag 21.06. machten sich 9 Kletterbegeisterte auf den Weg zur Hofpürglhütte am Gossaukamm. Nach der abendlichen Spagetti-Stärkung ging es direkt mit vollem Magen und hochmotiviert in die ersten Kletterrouten am Reißzahn. 2 Nachzügler (spätere Anreise) erklommen in hungriger Erwartung die dampfigen 400 HM und freuten sich schon sehr auf die angepriesenen Spagetti. Diese stellten sich als Linseneintopf mit Semmelknödel heraus (absolut empfehlenswerte Alternative). Nach dem Essen lernten sich alle Tourenteilnehmer persönlich kennen und ließen den Abend im Hüttenraum gemütlich ausklingen. Am Samstagmorgen – nach nächtlichem Gewitter und Hagel – waren alle noch etwas verunsichert, welche Wetter-APP denn nun stimmen würde und ob der Tag am Fels trocken verlaufen würde. Schon sehr bald verzogen sich die Wolken und unter angenehm warmen Bedingungen wurden die Routen im Vorstieg und Toprope beim Mosermanndl, Sektor Take it easy erkundet. Neues Klettervokabular wurde ausgetauscht, z.B. morchelig, Häuchchen, Angsthase (Anm. Erläuterungen auf Rückfrage). Nach einer Mittagspause auf der Hofpürglhütte wurde anschließend ein anderer Klettersektor gewählt und beklettert. Abends gab es hervorragende Kartoffelknödel mit Hackfleischfüllung. Danach wurde in geselliger Runde Werwolf (Rollenspiel) und Mäxchen (Lügen) gespielt. Dabei wurde das Bluffen jedes Einzelnen auf eine harte Probe gestellt. In diesem Zusammenhang wurde der Autor für diesen Bericht ermittelt. Nach einer weiteren erholsamen Nacht brachen alle mehr oder weniger optimistisch (realistisch) auf, um wider Erwarten bei quasi trockenen Bedingungen (87 % Luftfeuchtigkeit) weitere Kletterrouten am Mosermanndl auszutesten. Nach einer mittäglichen Stärkung stiegen alle wohlbehalten ab. Auf der Heimfahrt wurden schon fleißig Erinnerungsfotos ausgetauscht. Vielen herzlichen Dank an Lisa für die gelungene Klettertour. Kletterweisheit: Jeder sollte sich einen Angsthasen halten. Julia

(Schneeschuh-)Hochtouren in den Walliser Alpen

Am Sonntag, den 23. Juni 2024 startet unser „Bergabenteuer Schweiz“. Angekommen in Saas Grund gönnten wir uns die Seilbahnunterstützung beim Zustieg zur Weissmieshütte auf 2726 m. Und so erreichten wir nach knapp einer Stunde Gehzeit unseren ersten Stützpunkt. Der Montag begann früh, sehr früh. Zur „Westalpen-Weckzeit“ pünktlich um 3.10 Uhr beförderte uns der Weckruf von Klaus‘ Handy in die Senkrechte. Wir schlurften zum Frühstück und kurz nach 4 Uhr waren alle startbereit aufgesattelt. Die Weissmies war unser Ziel. Es dürfte so halb sechs gewesen sein, als wir am Gletscher standen und uns anseilten. Schließlich ging es gemütlich im Westalpen-Gehtempo bergauf. Auch der vermeidlich gemütliche Trott brachte uns ganz schön ins schnaufen. Schließlich fehlte es an der Akklimatisation. Am Gipfel der Weissmies  empfang uns eine Rundum-Nebel-Wand.  So ging es flott in den Abstieg. Die steilen Stellen durften wir dank dem gebuchten , „Wellness-Paket“ von Ludwig und Silke an einem Fixseil gesichert absteigen. Der Nachmittag wurde zum Entspannen und der Abend zum ausgiebigen Abendmahl genutzt.  Der nächste Morgen: Wecken, Frühstück, Abmarsch 4 Uhr. Das Lagginhorn soll unser Ziel sein. Zügig kamen wir voran. Viel Strecke war nicht zu überwinden. Es ging zunehmend steil nur bergauf. Knapp unterm Gipfel war es soweit. Es wurde zu steil und der Schnee unter uns zu hart,  um sicher ohne Pickel weiter zu kommen. Diese sind zurück in der Hütte geblieben. So wurde ein T-Anker gelegt und das Seil befestigt. Es folgte das bereits bewährte Absteigen am Fixseil.    Nach kurzem „Sammeln“ an der Hütte stiegen wir (mit Seilbahnsupport) ab ins Tal. Hier erwartete uns schon die Pension Waldegg in Saas Amagell. Nachdem alle frisch geduscht und gekämmt waren, saßen wir pünktlich zum Empfang des hervorragenden Abendmenüs zu Tisch. Der Mittwoch diente eigentlich als Ruhetag. Nach ausgiebigen, gemütlichen Frühstück bewegten wir uns mit Unterstützung der Felsskinnbahn ab Sass Fee in die Höhe. Diesmal waren unsere Schneeschuhe mit im Gepäck. Sie leisteten uns auch schon auf dem weiteren Zustieg zur Brittanniahütte sehr gute Dienste. Sonst wären wir auch hier schon ziemlich „abgesoffen“. Der Donnerstag beginnt mit Wecken um 2.45 Uhr. Frühstück 3.00. Abmarsch 3.30 Uhr.  Nach einer Stunde wechselten wir die „Bereifung“:  Statt Steigeisen waren hier die Schneeschuhe die erste Wahl. So beschritten wir den langen Weg über den Hohlaubgletscher. Wir munkelten, dass der ein oder andere, der sich hier durch den Schnee wühlte, neidisch auf unsere Schneeschuhe war. Nach langem, fast meditativem Trott erreichten wir den Adlerpass. Hier deponierten wir die Schneeschuhe und stapften die letzten 300 Höhenmeter zum Gipfel des 4190 m hohen Strahlhorns. Die Aussicht ist der Wahnsinn: Matterhorn, die Gipfel des Monte Rosa Gebietes, sogar die Margharita Hütte auf der Signalkuppe war zu erspähen. Und der ein oder andere ortete…