Auf dem Schafberg – statt Frühling dichte Schneedecke

Die Tage vorher hatten es schon angedeutet – der Frühling läßt auf sich warten. Und so packten wir statt T-shirt und Sonnenhut unsere Schneeschuhe und Mützen ein. Kurz nach 8 Uhr war Start am Wolfgangsee bei Nebel über dem Wasser. Die Berggipfel waren mit ihren weißen Spitzen gut zu erkennen aber zeitweise von dunklen Wolken umhüllt.

Nach einer Stunde steilen Aufstiegs kam der Schnee. Kurz vor der Mittelstation der Schafberg – Zahnradbahn schnallten wir unsere Schneeschuhe an, die das Gehen doch erheblich erleichterten. Es gab auch Mutige, die mit mehr oder weniger geeigneten Schuhwerk dem Gipfel entgegen strebten, doch die versanken immer wieder bis über die Knie im Schnee ein. Auch mit Schneeschuhen war es auf Grund der Steilheit anstrengend.

Die Belohnung an der Himmelspforte und am Gipfel war ein grandioser Blick auf Achen-, Mond- Wolfgang und Fuschlsee. Bei dem eisigen Wind und den bizarren Schneeskulpturen an den Bäumen konnte man gar nicht glauben, dass unten frühlingshafte Temperaturen von rund 20 Grad herrschten. Nach einer ausgiebigen Brotzeit mit Sonnenfaktor kam der Spaßfaktor: abwärtslaufen auf ungespurten Schneehängen.

Nach rund 7 Stunden und 1.200 hm kamen wir unten am Auto wieder an. Ein Sprung in den See wagte niemand, aber der wohlverdiente Apfelstrudel schmeckte allen.

Herzlichen Dank an Helmut für die Organisation und die umsichtige Tourenführung.

Foto: Helmut Auer, Dorothea Friemel