Hochtouren rund um die Martin-Busch-Hütte im Öztal
Aus verschiedenen Richtungen reisten wir an. Pünktlich am Start standen in Vent: Ludwig und Silke, Philipp, Woife, Lorenz, Luisa, Andrea, Helmut, Monika und Gabriel, unser „Gastbergsteiger“ aus Franken. Und schon begann der lange Hatscher bis zur Hütte. Die 9 km bei geringer aber stetiger Steigung müssen erst überwunden werden.
Den Rest des Nachmittages hatten wir noch Luft für Entspannung, Kaffee und Kuchen und schließlich ein hervorragendes Abendmenü. Hier zeigte sich das erste mal, dass unsere Gruppe sehr pflegeleicht und homogen war: alles Fleischesser – also Einheitsessen für alle 😊
Der Morgen danach: Auf dem Plan: der Similaun (3606m)! Nach flottem Frühstück war auch schon Abmarsch. Hinter der Hütte überquerten wir den Niederjochbach (potentielles Badeplatzerl) auf dem Weg zum Marzellkamm. Zügig gewannen wir an Höhe. Und bald standen unsere Füße auf dem Niederjochferner. Also packten wir Steigeisen, Pickel und Seile aus, reihten uns auf. In zwei Seilschaften erreichten wir den Gipfelgrat.
Bei recht heftigem Wind, quasi null Sicht kraxelten wir am frisch überzuckerten Grat hoch. Nach dem obligatorischem Gipfelbild mit weiß-grauen Hintergrund in alle Himmelsrichtungen erfolgte ein schneller Rückzug. Es lockte die Similaunhütte, die wir trotz des kleinen Umweg anpeilten. So saßen wir dort beim warmen Süppchen einen Regenschauer aus bevor der Abstieg zur Martin-Busch-Hütte anstand.
Der Nächste Morgen: Der Plan: Hintere Schwärze (3624 m). Der vierthöchste Berg der Öztaler Eine recht lange Tour soll es sein. Heute wird uns den ganzen Tag die Sonne begleiten. Auf bekanntem Weg ging es erst 300 hm hoch Richtung Marzellkamm. Der Blick fällt nun auf den Marzellferner in seiner ganzen Größe. Da sich auch hier der Gletscher schon stark zurückgebildet hat, führen uns die nächsten 150 m zunächst wieder abwärts bis zur Gletschermoräne.
Von hier steigen wir auf Steigeisen recht steil und recht blank wieder aufwärts. Im oberen Teil des Gletschers konnten wir uns in mehr oder weniger tragender Schneeauflage hoch arbeiten. Der Gipfelgrat zeigte sich hier sehr schottrig und ausgesetzt. So forderten die letzten Meter noch die volle Konzentration.
Für den oberen Teil des nun folgenden Gletscherabstieg gab es noch das „Welless Progamm“ vom Ludwig: Während wir gemütlich Pause machten, legte er uns ein Fixseil über die steilste Stelle. Und so konnten wir entspannt am Seil gesichert hinunter laufen.
Der Folgende Morgen: Der Plan: Abschlusswanderung auf Kreuzspitze (3455 m) Mit leichten Gepäck startete unser Trupp wieder zügig los. Und kurze Zeit später standen wir schon auf dem Gipfel der Kreuzsspitze. Die Top-Aussicht hier genossen wir kaum. Es war windig und kalt. So zog es uns schnell wieder hinunter in den Schutz der Hütte.
Nachdem das gesamte Gerödel wieder in die Rucksäcke gestopft war, ging der lange Marsch talauswärts los, wieder die 9 km, den zachen, langen Forstweg.
Aber irgendwann standen alle mit warm gelaufenen Sohlen an den Autos.
Schön wars wieder! Danke Ludwig und Silke für die Top Vorbereitung und Führung. Und danke an alle für die so angenehme Gesellschaft Bis zum nächsten mal!
Bericht: Monika Hofmeister
Photos: Ludwig Pichlmeier, Helmut Auer, Andrea Stamberger, Monika Hofmeister)













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