Freimahderköpfl-Lattenbergstoa

Alpenwanderer-Tour: Freimahderköpfl-Lattenbergstoa

Rechtzeitig beim Einbiegen des AV-Busses in den Friedhofsparkplatz in Bayerisch Gmain lichtete sich der Nebel und es blieb den ganzen Tag sonnig, wenn es auch noch recht frisch war, als wir losgingen. Nach einem kurzen Aufwärm-Abstecher war dann auch der richtige Pfad gefunden und es ging recht steil bergan entlang der Löwenschlucht hinauf zum ersten Aussichtspunkt, dem Lattenberg, mit schönem Blick hinaus auf das Nebelmeer unter uns. Ein guter Steig führte uns über einige Aufschwünge dann hinauf zum Freimahderköpfl mit einer gemütlichen Rastbank und einem herrlichen Ausblick auf die Gipfel rundherum und das Nebelmeer über Reichenhall und Salzburg. Der Weg ging erst wieder ein Stück zurück und dann die steilen Hänge hinab in den schattigen und recht kühlen Speikgraben. Brücken halfen über zwei Bäche hinüber und auf der anderen Seite stiegen wir wieder recht steil bergan, so dass bald keiner mehr frösteln musste. Nach Erreichen des Kammes war noch ein kurzes, felsiges Gratstück zu überwinden und nach einer kleinen Kraxelei war das blitzeblanke Gipfelkreuz des Lattenbergstoa erreicht. In der Zwischenzeit war auch der Nebel im Tal weniger geworden und bei der folgenden Brotzeit hatten wir Aussicht pur. Der Abstieg ging über einen Waldsteig an der Hochplatte vorbei hinab ins Tal und zum Ausgangspunkt zurück. Bei einer wohlverdienten Kaffeepause fand die Tour dann einen würdigen Abschluss.

Text und Bilder: Maximilian Baumgartner

Wanderreise Cinque Terre vom 6.10. – 12.10.2024

Die Anreise an die ligurische Küste erfolgte mit dem Nightjet der ÖBB von Salzburg nach Levanto ohne umsteigen. Zu einer ersten Orientierung im Ort hatten wir nach dem Einchecken im Hotel Palace reichlich Zeit um den überschaubaren Ort zu inspizieren. Sei es ein Spaziergang am Strand oder ein Cappuccino in einer der vielen Bars an den verkehrsberuhigten Sträßchen. Ziel der ersten Wanderung war die nördlichste der 5 Dörfer: Monterosso. Die moderate Wanderung führte über Straßen und Pfade zum Punta Mesco und dann hinab nach Monterosso. In dieser Gegend lud der Erdbeerbaum mit reifen Früchten am Wegrand zum Naschen ein. Trotz Bewölkung und leichtem Regen konnten wir die herrliche Landschaft genießen. Der regenreichste Tag war wohl Dienstag. Wir nutzten den nicht ganz so nassen Vormittag um nach Bonassola zu wandern und blieben auch im starken Wind auf Kurs. Am Mittwoch war die Wanderung nach Portofino angesagt. Dort hatten wir Glück den Ort ohne Massen an Kreuzfahrtschiff-Touristen vorzufinden. Es war sogar eine Wanderung bis zum Leuchtturm möglich. Zum Mittagessen fanden wir rechtzeitig, als ein Regenguss im Anmarsch war, ein Lokal mit Biergarten und Überdachung. So konnten wir, abgesehen von dem Bach der am Boden durchlief, trockenen Hauptes Spaghetti und Fisch genießen. Am nächsten Tag besichtigten wir die fünf Dörfer Riomaggiore, Manarola, Corniglia, Vernazza und Monterosso. Natürlich blieb die Via dell’ Amore nicht auf der Strecke. Sie wurde erst 2024 nach langer Reparatur wieder freigegeben und ist, wegen dem großen Ansturm an Touristen, in nur einer Richtung begehbar. Wir merken an dieser Stelle von den Touristen nichts, nur in den Dörfern konzentrierten sich die Massen. Kaum ging der Wanderweg über die Berge hatte man seine Ruhe. Die Top-Wanderung fand am Freitag statt. Wir fuhren mit dem Zug nach Riomaggiore und machten uns auf den Weg nach Porto Venere. Wunderbare Ausblicke auf die Steilküste, Meer und Landschaft sorgten bei Sonnenschein für Begeisterung. Die Rückfahrt mit dem Schiff machte zu hoher Seegang unmöglich. So nahmen wir das Boot nach La Spezia und fuhren mit dem Zug zurück. Am Abreisetag war noch genügend Zeit sich bis 18 Uhr die Zeit zu vertreiben. Sei es am Strand, einer Bootsfahrt nach Riomaggiore (die am Samstag wieder möglich war) oder einer Wanderung auf den Mt. Streghe und Mt. Rossola. Am Sonntagmorgen kamen wir pünktlich in Salzburg an. Für alle war die Reise, abgesehen von den gewöhnungsbedürftigen Umständen im Liegeabteil, ein Genuss.

Großes Hundshorn bei Lofer

Am Sonntag ging es bei schönem Wetter in die Berge. Ziel war diesmal das Große Hundshorn südlich der Reiteralpe bei Lofer. Es ist ein selten besuchter, aber toller Aussichtsberg. Start war am Parkplatz bei St. Martin. Die Strohwollner Schlucht war leider wegen Steigerneuerung gesperrt und so führte unser Weg daran vorbei. Ein schönes Steiglein führte uns durch Bergwald hinauf zur Scheffsnother Alm und weiter über Almwiesen zum Hundsattel. Hier zweigte der Gipfelsteig ab, der unerwartet noch eine Scharte mit Gegenanstieg bereit hielt. Am 1705m hohen Gipfel gab es die wohlverdiente Brotzeit und einen grandiosen Rundblick auf die Chiemgauer Alpen, zum Venediger und auf die steilen Südwände der Reiteralpe-Gipfel. Danach wanderten wir zurück zum Hundsattel und südseitig hinab zur gleichnamigen Alm. Nach 3km Forststraße durch die schönen Berghöfe des Wildentals, erreichten wir die Wildenbachschlucht, die uns mit 2 stürzenden Wasserfällen für die gesperrte Klamm entschädigten! Bei nachmittäglichem Sonnenschein wanderten wir durch den Herbstwald, das Tal hinaus zum Parkplatz. Einen gemütlichen Ausklang gab’s beim Wurznwirt in Schneitzlreuth, wo eine gelungene Tour an einem goldenem Herbsttag ausklang.                      Harald Wagner   

 

Hochfelln über die Thoraualm

Ich mag den Hochfelln….wirklich….der Hochfelln ist für mich ein echter Allrounder. Man kann ihn von allen Seiten in verschiedenen Schwierigkeitsstufen begehen und jeder Bergwanderer kommt auf seine Kosten. Und wenn man nicht gerade im Hochsommer den Gipfel stürmt, kommt man auch in den Genuss, die 360° Grad Gipfelaussicht in Ruhe zu genießen. 

Unsere Tour startete vom Wanderparkplatz der Staudiglhütte. Im wabernden Nebel gings gerade richtig zum Einlaufen über eine breite Forststraße zur Thoraualm. Schon hier lichtete sich der Nebel und machte den Blick zurück ins Tal für ein schönes Wolkenspiel frei. Nach der letzten Hütten folgten wir wesentlich steiler rechts dem Wiesenweg Richtung Fellhorn. Nun war es sogar Zeit die Jacken auszuziehen, Hosen abzuzippen und die Sonne zu genießen. Der Wiesenweg führte schließlich mit einem Steig zusammen. Dann wurde es spannend. Holzstufen, etwas brüchiges Gelände und nochmals steiler aufwärts. Ein schmaler Weg durch die Latschen öffnete sich uns, kurzzeitig ging es flach weiter und man konnte unser Ziel, das Hochfellnhaus erkennen. Nochmal ein kurzes Konditionstraining und wir erblickten die Bergstation und die Taborkapelle vor uns. Unsere Brotzeit hatten wir uns redlich verdient. Dann folgte natürlich der obligatorische Besuch des Gipfelkreuzes und gemütliches Beisammensitzen vor dem Hochfellnhaus. Über uns blauer Himmel – unter uns ein Wolkenmeer, aus dem nur ein paar wenige Gipfel herausspitzten. Weitaus weniger anspruchsvoll stiegen wir über die Farnbödenalm ab. 

Es war ein toller Tag. Es gab viel zu lachen, gute Gespräche und obendrein eine Bergkulisse in den wunderschönen Farben des Herbstes.

Kletterhalle teilweise gesperrt

Wir schrauben neue Routen! Die Kletterhalle Innen- und der Boulderbereich ist deswegen am Freitag 11.Okt. 2024 ab 17h und am Samstag 12.Okt.2024 ganztägig für den Kletterbetrieb gesperrt. Der Aussenbereich kann uneingeschränkt genutzt werden.

Neue Routen im Innenbereich der Kletterhalle und im Boulderraum

In der Kletterhalle werden am 11.10.2024 ab 17h und am Samstag 12.10.2024 ganztags neue Routen im Innenbereich und im Boulderraum geschraubt.
In der Zeit ist leider nur der Aussenbereich der Kletterhalle verfügbar.

Bergwoche in Slowenien

Mit dem Reisebus und Helmut als Fahrer fuhren wir vom Bahnhof Burghausen am Sonntagmorgen nach Gozd Martuljek. Dort hatten wir ein 4-Sterne Hotel und Sonne pur gebucht. Die geplanten Touren von Harald wurden mit Hilfe von Jutta, Sabine, Arthur und Hans als Wanderleiter durchgeführt. Unsere Wanderungen waren schweißtreibend, steil, steinig, anspruchsvoll und schön.
Wir waren beim unteren und oberen Martuljek-Wasserfall und dem Pericnik-Wasserfall im Vratatal. Wir fuhren nach Italien in das Weißenfelser Tal mit den Zielen der Mangartscharte und der Ponza Piccola. Vom Lago de Fusine wanderten wir zur Luigi Zacchi-Hütte. Vom Wurzenpass ging es über viele Serpentinen zum Dreiländereck und dem Gipfel Pec. Bei der Fahrt nach Bled eroberte die Mehrzahl unserer Bergfreunde zuerst die Pokljuka-Schlucht und alle waren zur Stadtbesichtigung und Seeumrundung unterwegs. Eine Gruppe fuhr mit dem einzigen Sessellift bei Kranjska Gora hinauf, um den Gipfel des Vitranc zu erreichen. Der Techantinger Mittagskogel in den Karawanken, die Slemenova Spitze am Virsic-Pass und ein gigantischen Felsenfenster des Prisank wurden erstiegen.
Wir nutzten Öffis und Bergbusse und manchmal durfte Helmut helfend einspringen. So auch bei einem kleinen Malheur, das einige unserer Wanderer erlebten, als sie auf die andere Seite des Gebirges in das Soccatal fuhren.
Ausgelassene Stimmung unter den Wanderern und gemütliche Abende rundeten die schönen Bergtage ab. Mit einem Dankeschön ans Hotelteam, begleitet von einem flotten Lied, verabschiedeten wir uns von Slowenien.

Bericht Angelika Wagner, Fotos von den Teilnehmern

Zur Bergwoche noch eine kleine Geschichte am Rande…..
Die G‘schicht vom Einstieg in den „falschen“ Linienbus
Bei unserer Bergwoche 2024 ist mir ein peinliches Missgeschick passiert! Nach einer schönen Tour im Pisnicatal am Vrsic-Pass, fuhren wir mit dem Linienbus zurück zum See Jasna. Nach
einer Pause gingen wir zu Fuß zum Busparkplatz in Kranjska Gora, um mit einem Linienbus zu unserem Hotel in Gozd Martuljek zu kommen. Dieser Bus sollte um 16.00 losfahren. Als wir um ca. 15.35 am Busparkplatz in Kranjska Gora ankamen, stand schon ein Linienbus zur Abfahrt bereit. Zielstrebig gingen wir auf den Bus zu und ich fragte den Busfahrer, ob er nach Gozd Martuljek fahren würde. Beim ersten Mal fragen schaute er etwas irritiert (Fahrer sprach weder deutsch noch englisch), bei nochmaligem Nachfragen nickte er, das hieß für mich, habe verstanden. Außerdem zeigte eine Mitwanderin ihm den Zielort noch auf ihrem Smartphone. Rasch stieg die ganze Gruppe (15 Wanderer) in den Bus ein und freute sich darauf, schon so früh im Hotel zu sein zum Duschen und Entspannen im Wellnessbereich!
Aber du Schreck, am Ortsausgang fuhr er ja in die falsche Richtung! Als wir wieder am See Jasna vorbeikamen, war allen klar, dass hier etwas nicht stimmte! Auf ca. halber Passhöhe hielt er an der Haltestelle „Koca na Gozdu“ an und wunderte sich, dass wir nicht aussteigen wollten. Ich eilte vor zu ihm und zeigte ihm auf der Wanderkarte, wo wir eigentlich hin wollten. Ich glaube, beim Busfahrer war der Schock noch größer als bei uns! Umkehren geht nicht als Linienbus, d.h. Sitzenbleiben bis zum Linienende, sprich Endstation Bovec, ca. 50 km vom Startpunkt entfernt und ein Pass mit 50 Spitzkehren dazwischen! Als dieser Sachverhalt allen bewusst wurde, kam bei einigen doch etwas Panik auf und manche befürchteten, dass sie evtl. an diesem Tag gar nicht mehr in unser Hotel kämen. Andere dagegen sahen das weniger dramatisch an und meinten, so sehen wir bei dieser Bergwoche auch noch das wunderschöne Socatal, das „vordere Fenster“, die schönen Orte wie Soca, Trenta etc. Nach einer kurzen Pause in Bovec ging es dann denselben Weg wieder zurück, die Leute wurden ruhiger, weil aufregen bringt halt auch nichts! Und für eine 3,5h Busreise für nur € 1,70, das gibt’s nicht alle Tage! Nach weiteren 50 Spitzkehren über den Pass kamen wir dann wieder am Startpunkt an! Alle waren sehr erleichtert, der Busfahrer genauso wie wir! Helmut erwartete uns schon mit seinem Bus und brachte uns gut zurück ins Hotel – danke Helmut!
Als Wanderleiter übernehme ich natürlich die Verantwortung für dieses Missgeschick und entschuldige mich nochmals für die Unannehmlichkeiten (erhöhter Druck auf die Blase, Übelkeit durch die 100 Spitzkehren etc.), die bei einigen von uns entstanden sind und werde in Zukunft bei offensichtlichen Verständigungsproblemen, den Zielort noch genau auf der Karte zeigen!
Nasvidenje Hans

Neues Outfit – neues Logo!

Das Trainerteam des DAV Burghausen hat sich mit Jacken, Westen und Merinoshirts von Ortovox ein einheitliches Outfit zugelegt.
i-Tüpfelchen darauf ist das neue Vereinslogo. Es wurde bereits im Frühjahr kreiert, steht für die DAV-Sektion und deren Verbundenheit mit der Stadt Burghausen und ziert jetzt auch die neue Ausstattung der Trainer.
Eine gelungene Gemeinschaftsaktion mit einer tollen Aussenwirkung für den Verein!

Achorn bei Unken

Am 03. September starten wir fast voll besetzt mit dem AV-Mobil Richtung Unken. Auf einem neu markierten Steig ging es unerwartet steil und teilweise seilversichert bergauf. Anfangs wanderten wir nur im Schatten, dann wechselte der Weg auf die Südseite und eröffnete uns schöne Blicke auf die 3 Brüder an der Reiter Alpe. Bald waren wir oben und genossen unsere Brotzeit am erst 2021 neu errichteten Gipfelkreuz. Für den Abstieg wählten wir den Weg über Hiasnkaser und den Aschauer Pass bis zu den Reither Wanderparkplätzen. Wir folgten dann dem Innersbach, der sich bald durch eine enge Klamm schlängelte, um dann als kleiner Wasserfall in die Saalach zu münden. An diesem heißen Tag nahmen noch Einige von uns ein erfrischendes Bad in der Saalach und gemütlich klang der Tag dann im Biergarten am Höglwörther See aus.

Übers Klausbachtal auf das Kammerlinghorn (2484 m)

Zeitig in der Früh traf sich eine motivierte Gruppe zur Abfahrt in Halsbach. Schließlich stand ein recht straffes Wanderprogramm auf der Agenda: das Kammerlinghorn im Hochkaltergebiet. Knapp 1400 Höhenmeter wollten wir hier bezwingen.

Der Almerlebnisbus chauffierte uns vom Hintersee bis zur Bindalm.  Auf dem einfachen Wanderweg bis zur Mittereisalm liefen wir uns warm. Diese ist Alm dient als Hochalm für das Jungvieh, das dort wenige Wochen im Sommer verbringt. Weiter ging es durch lichten Lärchenwald und Latschenfelder. Unterhalb des Karlkogels gabs an einem schattigen Plätzchen eine kleine Rast. Der Weiterweg führte uns auf einem breiten Rücken dem Ziel entgegen. Die Aussicht am Gipfel war einmalig schön. Gleich neben uns die Hocheisspitze und dann das Hocheishörndl. Gut zu erkennen war der Verlauf der Hocheisumrahmung, welche sich aber nur für alpin versierte und ausdauernde Bergsteiger empfiehlt.

Am Gipfel lernten wir Raphael kennen, den Senior-Hüttenwirt der Blaueishütte. Er kannte hier buchstäblich jeden Stein und er stellte sich mit seinen 85 Jahren  als unglaublich fit heraus. Und so ergab es sich, dass er uns im flotten Ritt, mit einem schnellen Abstecher über den Karlkopf (2195 m), hinab begleitete und uns mit der ein oder anderen Geschichte unterhielt. Beim Feichtnkaser an den Kammerlingalmen gönnten wir uns ein erfrischendes Bierchen, um dann noch den letzten Almerlebnisbus um 17 Uhr zurück zum Parkplatz zu erwischen. Vor der Heimfahrt hatten wir noch die schwere Wahl zwischen einem Bad im 14°C warmen Hintersee oder einem Eis am Kiosk.

Text: Monika Hofmeister, Fotos: Maria Lassok-Ebner, Herbert Schmid, Monika Hofmeister