Alpenwanderer-Tour zur Bleckwand

Trotz unbeständiger Wettervorhersage startete unser vollbesetztes AV-Mobil am Dienstag Richtung Wolfgangsee.  Ludwig brachte uns gleich gut in die Spur und auf den langen aber abwechslungsreichen Weg zum Gipfel. Nach einiger Zeit verkroch sich die Sonne hinter den Wolken, so war der Anstieg über die Almen angenehm. Tolle Fotos gabs am Bleckwandfenster! Das nahe Gipfelkreuz lockt auch schon mit herrlichen Blicken auf den See und umliegenden Berge.  Abgestiegen sind wir über den steilen Westhang. Durch schöne Almwiesen gings dann zur Einkehr in die Illig-Hütte. Von der Sonne begleitet ging es zurück zum Parkplatz.  Eine rundum gelungene Tour mit tollen Eindrücken. Danke Ludwig!

Text: Harald Wagner

Fotos: Roselitta Federholzner und Harald Wagner

Kletterwochenende auf der Hofpürglhütte

Am Freitag 21.06. machten sich 9 Kletterbegeisterte auf den Weg zur Hofpürglhütte am Gossaukamm. Nach der abendlichen Spagetti-Stärkung ging es direkt mit vollem Magen und hochmotiviert in die ersten Kletterrouten am Reißzahn. 2 Nachzügler (spätere Anreise) erklommen in hungriger Erwartung die dampfigen 400 HM und freuten sich schon sehr auf die angepriesenen Spagetti. Diese stellten sich als Linseneintopf mit Semmelknödel heraus (absolut empfehlenswerte Alternative). Nach dem Essen lernten sich alle Tourenteilnehmer persönlich kennen und ließen den Abend im Hüttenraum gemütlich ausklingen. Am Samstagmorgen – nach nächtlichem Gewitter und Hagel – waren alle noch etwas verunsichert, welche Wetter-APP denn nun stimmen würde und ob der Tag am Fels trocken verlaufen würde. Schon sehr bald verzogen sich die Wolken und unter angenehm warmen Bedingungen wurden die Routen im Vorstieg und Toprope beim Mosermanndl, Sektor Take it easy erkundet. Neues Klettervokabular wurde ausgetauscht, z.B. morchelig, Häuchchen, Angsthase (Anm. Erläuterungen auf Rückfrage). Nach einer Mittagspause auf der Hofpürglhütte wurde anschließend ein anderer Klettersektor gewählt und beklettert. Abends gab es hervorragende Kartoffelknödel mit Hackfleischfüllung. Danach wurde in geselliger Runde Werwolf (Rollenspiel) und Mäxchen (Lügen) gespielt. Dabei wurde das Bluffen jedes Einzelnen auf eine harte Probe gestellt. In diesem Zusammenhang wurde der Autor für diesen Bericht ermittelt. Nach einer weiteren erholsamen Nacht brachen alle mehr oder weniger optimistisch (realistisch) auf, um wider Erwarten bei quasi trockenen Bedingungen (87 % Luftfeuchtigkeit) weitere Kletterrouten am Mosermanndl auszutesten. Nach einer mittäglichen Stärkung stiegen alle wohlbehalten ab. Auf der Heimfahrt wurden schon fleißig Erinnerungsfotos ausgetauscht. Vielen herzlichen Dank an Lisa für die gelungene Klettertour. Kletterweisheit: Jeder sollte sich einen Angsthasen halten. Julia

(Schneeschuh-)Hochtouren in den Walliser Alpen

Am Sonntag, den 23. Juni 2024 startet unser „Bergabenteuer Schweiz“. Angekommen in Saas Grund gönnten wir uns die Seilbahnunterstützung beim Zustieg zur Weissmieshütte auf 2726 m. Und so erreichten wir nach knapp einer Stunde Gehzeit unseren ersten Stützpunkt.

Der Montag begann früh, sehr früh. Zur „Westalpen-Weckzeit“ pünktlich um 3.10 Uhr beförderte uns der Weckruf von Klaus‘ Handy in die Senkrechte. Wir schlurften zum Frühstück und kurz nach 4 Uhr waren alle startbereit aufgesattelt. Die Weissmies war unser Ziel. Es dürfte so halb sechs gewesen sein, als wir am Gletscher standen und uns anseilten. Schließlich ging es gemütlich im Westalpen-Gehtempo bergauf. Auch der vermeidlich gemütliche Trott brachte uns ganz schön ins schnaufen. Schließlich fehlte es an der Akklimatisation. Am Gipfel der Weissmies  empfang uns eine Rundum-Nebel-Wand.  So ging es flott in den Abstieg. Die steilen Stellen durften wir dank dem gebuchten , „Wellness-Paket“ von Ludwig und Silke an einem Fixseil gesichert absteigen. Der Nachmittag wurde zum Entspannen und der Abend zum ausgiebigen Abendmahl genutzt. 

Der nächste Morgen: Wecken, Frühstück, Abmarsch 4 Uhr. Das Lagginhorn soll unser Ziel sein. Zügig kamen wir voran. Viel Strecke war nicht zu überwinden. Es ging zunehmend steil nur bergauf. Knapp unterm Gipfel war es soweit. Es wurde zu steil und der Schnee unter uns zu hart,  um sicher ohne Pickel weiter zu kommen. Diese sind zurück in der Hütte geblieben. So wurde ein T-Anker gelegt und das Seil befestigt. Es folgte das bereits bewährte Absteigen am Fixseil.   

Nach kurzem „Sammeln“ an der Hütte stiegen wir (mit Seilbahnsupport) ab ins Tal. Hier erwartete uns schon die Pension Waldegg in Saas Amagell. Nachdem alle frisch geduscht und gekämmt waren, saßen wir pünktlich zum Empfang des hervorragenden Abendmenüs zu Tisch.

Der Mittwoch diente eigentlich als Ruhetag. Nach ausgiebigen, gemütlichen Frühstück bewegten wir uns mit Unterstützung der Felsskinnbahn ab Sass Fee in die Höhe. Diesmal waren unsere Schneeschuhe mit im Gepäck. Sie leisteten uns auch schon auf dem weiteren Zustieg zur Brittanniahütte sehr gute Dienste. Sonst wären wir auch hier schon ziemlich „abgesoffen“.

Der Donnerstag beginnt mit Wecken um 2.45 Uhr. Frühstück 3.00. Abmarsch 3.30 Uhr.  Nach einer Stunde wechselten wir die „Bereifung“:  Statt Steigeisen waren hier die Schneeschuhe die erste Wahl. So beschritten wir den langen Weg über den Hohlaubgletscher. Wir munkelten, dass der ein oder andere, der sich hier durch den Schnee wühlte, neidisch auf unsere Schneeschuhe war.

Nach langem, fast meditativem Trott erreichten wir den Adlerpass. Hier deponierten wir die Schneeschuhe und stapften die letzten 300 Höhenmeter zum Gipfel des 4190 m hohen Strahlhorns. Die Aussicht ist der Wahnsinn: Matterhorn, die Gipfel des Monte Rosa Gebietes, sogar die Margharita Hütte auf der Signalkuppe war zu erspähen. Und der ein oder andere ortete auch den Gipfel des Mont Blanc.

Die Weckzeit am Freitag wurde wieder mit 2.45 Uhr angesetzt. Aufgrund  einer nicht näher bezeichneter Panne, standen wir erst um 3.15 auf. Wir hatten Glück, es war noch Essen übrig. Dafür mussten wir mit weniger anderen Alpinisten den Frühstücksraum teilen.

Nahezu „pünktlich“ um 4 Uhr marschierten wir mit unseren Stirnlampen los. Das Ziel: Fluchthorn mit seinen 3802 m. In einem etwas flotteren Westalpenschritt zogen wir dem Gipfel entgegen. Auch heute begleitete uns schönes Wetter. Nach kurzer Rast schwebten wir in angenehmen flottem Schritt über die Gipfelflanke bergab. Zurück an der Brittanniahütte suchten wir unsere Sieben Sachen zusammen und der Rückweg zur Seilbahn war nicht mehr weit.

Aus dem Schnee und Eis des Hochgebirges fuhr der Burghauser Westalpentrupp  nun müde und erfüllt von wunderbaren Touren in die Hitze zu Hause.

Vielen Dank liebe Silke lieber Wigg für die wieder hervorragende Führungsarbeit samt Wellness Paket. Ein Dank auch an alle Mitstreiter: Helmut, Wolfgang, Max, Klaus, Franziska, Theresa, Christoph, Sepp. Wir waren ein super Team. Vielleicht bis bald auf dem nächsten Berg!

 

Wegsanierung Gleiwitzer Hütte 2024

Team Wegsanierung stieg zunächst von der Gleiwitzer Hütte einige Höhenmeter bis zur Hirzbachalm ab. Feli und Ursi kümmerten sich um die Säuberung und Instandsetzung der Wasserrinnen, verschlossen Risse und legten vernünftige Trittspuren durch ein größeres Schneefeld an.

Christian mähte mit einer Motorsense bergseitig einen breiten Streifen ab, Jutta und ich rechten den Schnitt talseitig hinunter. Wir kamen gut voran und freuten uns schon auf verfrühten Kaffee und Kuchen….hätte sich da nicht die Spule auf einmal verwickelt und das wars mit dem Mähen. Also spurtete Christian wieder rauf zur Hütte um dann mit einem weiteren Rucksack voller Spulen und Werkzeug abzusteigen. Nach einer etwas aufwendigeren Bastelei konnte er endlich weitersensen und wir weiterrechen. Nun hatten Jutta und ich zu unseren Rucksäcken, 2 Rechen, den Benzinkanister für den Mäher noch einen Rucksack – den mit Werkzeug – zum Hochtragen. Also alles ein paar Höhenmeter raufschleppen, ablegen, Gras abrechen (ja und dabei steigt man wieder runter) dann wieder hochlaufen, dann wieder ein paar Meter raufschleppen, ablegen, schimpfen, Gras abrechen, schimpfen, raufschleppen, alles ablegen, trinken, schimpfen, lachen weil man schimpfen muss, Gras abrechen und “immer schön lächeln”. Ein paar Wandergruppen schlichen bei uns vorbei…aber hallo der Weg ist frisch gewischt, also Schuhe aus, aber zackig…..nein ganz ehrlich, uns wurde gedankt, dass wir hier sind.

Jochen und Tobi stiegen bis zur Brandlscharte auf um sich dort den ledierten Sicherungen zu widmen. Der Plan war hier: Ausbessern und Instandsetzen. Jaja… so war der Plan. Es wurde hier eine völlig zerstörte, herausgerissene Seilsicherung vorgefunden….Die Befestigungsstange verbogen, das Seil zwar nicht gerissen, aber zerfleddert….da brauchte es natürlich Material zum Verbauen und das passende Werkzeug. Also hieß es auch hier zur Hütte absteigen um vollbepackt wieder aufsteigen. Dann wurde gearbeitet und mit viel Geschick und Spucke,”bickin wie blöd”, einem geopferten Hammer eine sehr gute Lösung gefunden. Dass das ausgefranste Seil sogar noch schick abgetaped wurde, das werden den beiden noch viele Wanderer danken. Ein Bartgeier kreiste…ein Zeichen?…Hilflose Wanderer wurden nebenbei auch noch auf sichere Pfade geleitet. Dann gings auf den Weg zur Jägerscharte. Mit tatkräftiger Feli – Ursi – Frauenpower wurden auch hier Wasserrinnen gesäubert, aufgerissene Wege repariert und ein weiteres Schneefeld gemeinsam gesichert. 

Schließlich spielte langsam aber sicher das Wetter nicht mehr mit und wir durften uns geschafft aber zufrieden mit Kaffee und Buchteln verwöhnen.

Herzlichen Dank an Jutta und Jochen für die gute Organisation. Die Gleiwitzer Hütte ist auf jeden Fall ein Besuch wert. Die Wege sind toll (da waren bestimmt Wegsanierer am Werk :-)), es ist für jeden Schwierigkeitsgrad was dabei und die Versorgung durch die Hüttenwirtin Antje ist erstklassig. Hier können sich auch Vegetarier, Veganer und Allergiker auf gute Küche freuen. Ein rund-um-gelungenes Wochenende, also wir sind wieder dabei.

Wanderwoche in Niederschlesien

Wir starteten am Sonntag früh und fuhren auf ruhigen Straßen und Autobahnen quer durch Tschechien, an Prag vorbei, bis an die polnische Grenze bei Nachod. An einem Wanderparkplatz begann eine kleine Wanderung zu Aussichten auf die Felstürme der Braunauer Wände und mit Einkehr in der legendären Stern-Baude. Nach kurzer Fahrt erreichten wir unsere Unterkunft für die ersten 3 Tage, eine familiär geführte, ruhige Pension im wirklich letzten Dorf Böhmens.

Der erste Tourentag führte uns bei mäßig gutem Wetter zu den “Wilden Löchern”, einem Sandsteinlabyrinth, welches sich auf 850 m Seehöhe in einem Hochmoor befindet. Die Wege mussten teils kriechend gemeistert werden. Der Rückweg führte uns am Museumsdorf Straußeney und Machau vorbei.

Am zweiten Tourentag ging es bei Sonnenschein wieder nach Polen. Es stand der Große Heuscheuer mit 919 m Seehöhe auf dem Plan. Dies ist einer der höchsten Sandstein-Tafelberge Europas. Hier waren wir nicht allein unterwegs – etliche Schulklassen hatten sich für ihren Wandertag den Heuscheuer ausgesucht. Eindrucksvoll und schön war es trotzdem.

Am Mittwoch verließen wir nach dem allzeit guten Frühstück unsere Pension in Richtung Polen. Als erstes besichtigten wir die gruselige Schädelkapelle von Tschermna und bestiegen dann vom Wanderparkplatz in Grunwald den höchsten Berg des Adlergebirges – die Hohe Deschney mit 1115m! Eingekehrt sind wir in der urig-tschechischen  Masaryk-Hütte. Weiter ging es dann über die “Sudeten Panorama Straße” zu unsrer nächsten Unterkunft, dem Hotel am Wasserfall im Luftkurort Wölfelsgrund. 

Der Donnerstag sollte der wettermäßig schlechteste Tag sein. Deshalb starteten wir eine kleine Tour zu den Wasserfällen und dann hinauf zur Wallfahrtskirche Maria Schnee in Iglinica. Das Wetter blieb aber unerwartet schön und so bestiegen wir noch den Spitzberg mit 845m.  Der Rückweg führte uns über die 1907 erbaute Staumauer der Wilczka. Nachmittags besichtigten wir die Regionshauptstadt Glatz mit ihrer historischen Altstadt. Auf verschlungenen Wegen erkundeten wir die riesige und interessante Festungsanlage.

Der Freitag war dem Glatzer Schneeberg gewidmet. Über Bergpfade und artenreiche Wiesen und zuletzt steinig erstiegen wir den flachen, baumlosen Gipfel mit 1425 m. Hier steht der neue 25 m hohe Aussichtsturm, ehemals der Kaiser-Wilhelm-Turm. Es bot sich eine Fernsicht von der Schneekoppe im Westen bis zum Altvater im Osten. Nach einem kurzen Abstecher zur Morava-Quelle, wo der Hauptfluss Mährens entspringt, und dem Elefantenstein, wanderten wir zur Schneeberghütte mit Einkehr. Auf einem sich lang hinziehenden Weg ging es auf Forststraßen hinab zum Hotel, wo wir den schönen Tag mit gutem Essen und Trinken ausklingen ließen. 

Am Samstag fuhren wir in Richtung Prag zurück und legten im Böhmischen Karst noch eine Pause ein. Wir konnten an einem Tag Amerika, Mexiko und Kanada erkunden. So heißen bis zu 85 m tiefe, teils wassergefüllte Karstschluchten. Nach einer Stärkung mit deftig tschechischer Kost, traten wir dann den letzten Teil der Heimreise an. Unser DAV-Mobil brachte uns, trotz einiger Fehlermeldungen, gut und sicher nach Hause.

Wir konnten in 6 Tagen viele Eindrücke über eine, für uns, neue Region gewinnen. Wir haben insgesamt 85 km und 3080 Höhenmeter bewältigt!

Harald Wagner!

Schober am Tennengebirge

Nach den vielen Regentagen endlich ein schöner Bergtag!

Mit dem Bus, der gerade frisch aus der Werkstatt kam, fuhren wir Richtung Berge und starteten gegen 9.00 Uhr bei bewölktem Himmel unsere Tour. Erst vorm Gipfel des Schobers zeigte sich die Sonne und wir genossen eine fantastische Sicht. Einige von uns besuchten noch das etwas tiefer gelegene Kreuz. Im Abstieg besuchten wir noch das Berliner Kreuz. Weiter abwärts wanderten wir über bunt blühende Almwiesen zur Gseng-Alm. Während wir einkehrten zog ein Regenschauer über uns hinweg. Im weiteren Abstieg wurden wir nochmal kurz nass, aber am Auto angekommen, waren wir wieder trocken. Eine schöne und durchaus anspruchsvolle Wanderung bleibt uns in Erinnerung. 

Fotos: Harald Wagner und Thomas Wokusch.

Der Rauhe Kopf – ein ruhiger Gipfel im Schatten des Untersbergs

Am ersten Sonntag im Mai fuhr unsere sechsköpfige Damentruppe nach Bischofswiesen, dem Ausgangsort unserer Tour. Am Parkplatz wurde mir ein „Starterpaket“ für die erste, offiziell geführte Bergtour übergeben. Vielen Dank Mädels!

Gut motiviert marschierten wir am Parkplatz der Kastensteinerwandalm los. Nach einer knappen Stunde steil bergauf durch den Bergwald erreichten wir das „Blaue Kastl“. Natürlich konnten wir uns einen Blick hinein nicht verkneifen und lüfteten somit das „Geheimnis“ des Kastls. Bis auf das letzte Stück führte uns nun der Pfad abwechslungsreich weiter. Dann hieß es “Stöcke einpacken und Hand an den Fels!” Über leichte Kraxeleien erreichten wir den Gipfel.

Hier genossen wir bei unerwartet perfektem Wetter den Ausblick auf die Berchtesgadner Bergschau. Vor allem die beeindruckende Südwand des Hochthrons ist hier zum Greifen nah.

Nach ausgiebiger Rast verließen wir unser Gipfelplatzerl und stiegen zügig ab. Schließlich lockten noch Kaffee und Kuchen in der Kastensteinerwandalm. 

Bericht Monika Hofmeister 

 

Klettersteigkurs in Gosau am Dachstein

Gestartet sind wir um 08:00Uhr in Burghausen. Bei besten Wetterverhältnissen fuhren wir mit drei Autos nach Gosau zu unserer Unterkunft, welche Silke gebucht hatte. Das Haus Liesenfeld bot ideale Rahmenbedienungen bezugnehmend auf die Einrichtung und Lage. Der Klettersteigpark war zu Fuß erreichbar, ebenso das Gasthaus zum Abendessen und der tolle Bergblick von der Terrasse aus ließ Urlaubsgefühle aufkommen. Der Vormittag wurde zum Einkauf für unser Frühstück genutzt. Nach einer Stärkung und den ersten theoretischen Einheiten starteten wir zum Klettersteigpark Gosau. 
Unsere Kursleiterinnen Angelika und Silke sind ein gut eingespieltes Team und hatten für uns Anfänger den Max- / Moritzsteig mit Stauseeblick ausgesucht. Die Steige waren nicht schwierig eingestuft und sollten für uns vor allem als Übung mit dem Material dienen. Am Anfang der Tour wurde der Sitz von Helm und Gurt überprüft. Einige von uns waren ganz locker, andere waren aufgeregt – man wusste ja nicht, was einen erwartet. So absolvierten wir den ersten Klettersteig mit Respekt und Vorsicht. Trotzdem hatten wir bald viel Spaß in der Gruppe, lachten über unsere “Anfängerproblemchen” und waren entspannt am Ende der ersten Tour. 
Am Samstag kletterten wir den Schmiedklettersteig im gleichen Gebiet, mit einigen C Passagen. Dieser Steig hatte es in sich – psychisch und technisch – und forderte die volle Konzentration und Rücksicht jedes Einzelnen. Jeder der Teilnehmer beurteilte diese Herausforderung anders, wichtig war aber, in jeder Situation die Ruhe zu bewahren und die Kraft bewusst einzusetzen. Am Ende des Steiges waren alle glücklich, auch diese Herausforderung gemeistert zu haben. Zur Belohnung gönnten wir uns die Sauna in unserer Unterkunft und anschließend ein Abendessen beim “Gosauschmied”.
Der krönende Abschluss am Sonntag war der Laserer alpin Klettersteig am Vorderen Gosausee. Dieser war nochmal eine Stufe herausfordernder, besonders die erste Passage. Wenn auch nur knapp über dem See gelegen, war Psyche, Kraft und Technik gefordert. Beim Notausstieg teilte sich die Gruppe. Ein Teil hatte genug Adrenalin und beendete zusammen mit Silke das Klettersteigerlebnis für dieses Wochenende. 5 Teilnehmer stiegen mit Angelika weiter über die Himmelsleiter und genossen das “Sahnestück” des Klettersteiges in der Wand über dem Gosausee. Spektakulär war die Hängebrücke über den Normalweg mit den bewundernden Blicken der Spaziergänger darunter. Im Gasthof am Gosausee ließen wir dann alle gemeinsam das Wochenende bei Kaffee und Kuchen ausklingen.
Es war für alle ein schönes erlebnisreiches Wochenende, wir hatten viel Spaß und waren eine tolle Gruppe. Vielen Dank an Angelika und Silke für die gesamte Vorbereitung, die Geduld und Ausdauer, sowie die vielen Tipps die beim Begehen von Klettersteigen hilfreich sein können.

Bericht Kirsten Zischkale; Fotos Wolfgang Wenger

Klettern & Dolce Vita – Alpinkletterkurs für Einsteiger in Arco

Zu fünft starteten wir an einem Mittwochabend Mitte April unser 4-tägiges Kletterabenteuer. Mit dem DAV-Bus gings noch bei Schneefall über den Brenner Richtung Süden an den Gardasee, und zwar nach Arco. Sozusagen auf den Punkt genau haben wir ein Schönwetterfenster getroffen, denn ab Donnerstag gabs Sonne satt und wir konnten bei besten frühlingshaften Bedingungen loslegen.

Wir vier, am Fels noch recht unerfahrenen Teilnehmer, durften uns mit unserem “Guide” Vincenc Zielonka zuerst am Reibungsklettern, inklusive Abseilen, versuchen. Direkt am Ufer des Gardasees an der “Corno di Bo” – What a view!! Ein großartiges Erlebnis, das wir mit einem kurzen Sprung in den noch eiskalten See und einem Aperol Sprizz in Torbole komplettierten.

Hoch motiviert gings für uns an Tag Zwei an die Parete Zebrate, die bekannten Sonnenplatten. Vini hat für uns zwei leichtere Routen, die “Via del 46 Parallelo” und die benachbarte “Via Trento” ausgesucht. In sechs Seillängen, hauptsächlich im 3ten und 4ten Schwierigkeitsgrad, arbeiteten wir uns konzentriert ca. 200 Meter nach oben. In meist griffigem Fels und gut abgesicherten Routen hatten wir viel Freude beim kraxeln. Nebenbei konnten wir noch Basejumper beobachten, die sich von der über 1000 Meter hohen Wand, die sich hinter den Sonnenplatten erhebt, todesmutig herunterstürzten. Auf dem Rückweg lag die Bar “Zebrate”, wo wir uns dirket wieder mit einem Kaltgetränk belohnten konnten.

Am dritten Kurstag entschieden wir uns für eine Klettertour weiter im Süden, am Westufer des Gardasees bei Toscolano Maderno. Wir bestiegen den 866 Meter hohen Monte Castello di Gaino auf dem Südgrat. Auf der leichtesten Route, meist im 1ten und 2ten Grad, konnten wir bis auf die erste etwas schwierigere Seillänge seilfrei klettern. An diesem Tag tauschten wir die Kletterschuhe durch Zustiegsschuhe, was unseren Füßen auch ganz guttat. Eine perfekte Tour, die sich auf hervorragendem Fels am Grat bis zum Gipfelkreuz zieht. Nach dem Abstieg waren der Sprung in den See sowie ein Aperölchen mittlerweile gesetzt.

Neben unseren Touren genossen wir das “dolce vita” in Arco.  Auch unsere Unterkunft, eine Ferienwohnung im Arco Bed & Camping, war superschön und ein perfekter Ausgangspunkt für unsere Unternehmungen.

Am Sonntag stand leider schon wieder die Heimreise an, aber wir nutzten den Tag noch gut aus. Auf dem Rückweg Richtung Trento machten wir Halt in Santa Massenza und besuchten dort das Klettergebiet Due Laghi. Dort nahmen wir uns die Route “Lo Spigolo Nascosto” vor – sechs Seillängen im 3ten und 4ten Grad. Wir konnten das Gelernte der letzten Tage noch einmal vertiefen und genossen die Kletterei. Die Tour war nochmal ein Highlight zum Abschluss unserer Fahrt.

Um 22 Uhr kamen wir zufrieden und erschöpft zuhause an und die nächsten Kletterausflüge sind bereits in Planung. Ein Großer Dank geht an Vini, der uns ein super Lehrmeister war und uns sehr viel Know-How zum Mehrseillängenklettern vermitteln konnte.

Sonja, Elly, Manu und Andrea

Dachsteinblick – Brennerin Tour

Frühmorgens brachen wir auf und fuhren zum Attersee und dort zum Forstamt, dem Ausgangspunkt unserer Tour. Nach einer kleinen Stärkung wanderten wir zunächst über einen steilen Aufstiegsweg und über leichte Klettereien zum Dachsteinblick und weiter zur Brennerin.

Unter strahlend blauem Himmel genossen wir am Gipfel der Brennerin unsere mitgebrachte Brotzeit, bestaunten die großartige Rundumsicht, erkundeten die umliegenden Berge und bewunderten die malerisch gelegenen Seen des Salzkammerguts.

Gut gelaunt und gestärkt ging es an den Abstieg, bei dem wir noch die beiden Gipfel des Mahdlgupf und Schoberstein am Wegesrand mitnahmen.  Viele Serpentinen geleiteten uns hinunter ins Tal und anschließend marschierten wir noch über den Nikoloweg ca. 2 km zum Parklatz zurück.

Nach kurzer Abkühlung für die Füße am See traten wir den Heimweg an. Wir gönnten uns noch eine Einkehr mit Kaffee und Apfelstrudel fuhren dann zurück nach Burghausen.

Helmut Auer